Verein
Der Schützenverein
- pflegt altes Brauchtum und den Schießsport
- unternimmt mit seinen Mitgliedern Wanderungen, Grillabende (in der eigenen Schützenbaude), Weihnachtsfeiern ...
- organisiert für Firmen auf dem Haferboden im Schloss Augustusburg Schießen mit der Armbrust
Höhepunkt ist das aller 2 Jahre stattfindende und weit über der Region hinaus bekannte Schützen- und Brückenfest neben der 400 Jahre alten Holzbrücke. 2010 feiert der Schützenverein Hohenfichte 1980 e.V. sein 30-Jähriges Jubiläum.
Waffen
Geschossen wird mit historischen und modernen Armbrüsten. Geschossen wird im Training auf Zielscheiben, die ca. 10-20 m entfernt stehen. Der Verein organisiert regelmäßig Trainingsschießen.
Der Schützenverein hat seine eigenen Armbrüste. Diese werden selbst gewartet.
Es gibt keine Unterschiede zwischen Mann und Frau. Kinder dürfen nur unter Aufschicht von Mitgliedern mit den kleinen Armbrüsten schießen.
Vorstand
- Vorsitzender
- Arndt Kutzke
- 2. Vorsitzender
- Gerald Schmieder
- Geschäftsführer
- Thomas Koch
- Schriftführer
- Ina Kluge
- Öffentlichkeitsarbeit
- Thomas Helke
- Waffenmeister
- Jens Reinhardt
- Schatzmeister
- Elke Schmieder
- Revisionskommision
- Helmut Heinze
- Petra Schönfelder
- Michael Richter
Mitgliedschaft
- Der Schützenverein Hohenfichte 1980 e.V. ruft 2-3 Mal im Jahr eine Mitgliederversammlung ein
- Vorstandssitzung ist einmal im Monat
- Die Aufnahme in den Verein ist schriftlich beim Vorstand einzureichen. Der Vorstand entscheidet über den Aufnahmeantrag.
- Satzung des Vereins als pdf-Dokument laden (35 KB, Datei öffnet in externem Fenster)
Kontakt
Eingetragener Verein, Amtsgericht Freiberg, Vereinsregister VR 155 OED
Bilder vom Schützenfest 2010
Geschichte(n)
"Thomas Helke - der König mit dem steilsten Aufstieg im Verein. Angefangen als Fahnenträger (2008), dann in die Gilde aufgenommen (2010), und anschließend Schützenkönig 2010. Wir gratulieren dir mit einem 3-fachen Gut Schuss!"
- 2010
- Helke, Thomas
- 2008
- Schmieder, Gerald
- 2006
- Schönfelder, Dietmar
- 2004
- Bluttner, Andre
- 2002
- Richter, Michael
- 2000
- Koch, Thomas
- 1998
- Giesecke, Roland
- 1996
- Kempe, Klaus
- 1994
- Schönfelder, Petra
- 1992
- Kesch, Michael
- 1990
- Heinze, Helmut
- 1988
- Klemm, Jürgen
- 1986
- Werzner, Dietmar
- 1984
- Köhler, Klaus
- 1982
- Weiß, Dieter
- 1980
- Köhler, Bernd
Der Sonntag morgen beginnt damit, dass der Verein mit seinen Mitgliedern den noch Amtierenden König mit einer Pferdekutsche und Blasmusik von seinem Sitz abholt. Dann zieht der Schützenverein Hohenfichte e.V. mit einer Blaskapelle durch das ganze Dorf. Ende der Route ist der Schützenplatz. Dort hält der noch amtierende Schützenkönig vor dem Publikum und vor dem Verein eine Ansprache. Danach begibt sich der Verein in das Festzelt zum Mittagessen.
Nachdem der Verein sich gestärkt hat, begibt er sich zum Schießen auf die Wiese. Dann müssen die Zuschauer und die Mitglieder des Schützenverein Hohenfichte 1980 e.V. mit der Armbrust versuchen teile des Hölzernen Vogels abzuschießen. Wem es gelingt der bekommt einen Preis. Der Preis richtet sich danach, welches Teil man vom Vogel herunter geholt hat.
Wenn der Vogel komplett abgeräumt wurde, beginnt das Königsschießen. Dazu wird der Mast an dem der Vogel befestigt wurde umgelegt und es wird das Herz befestigt an dem nur die Mitglieder des Schützenverein Hohenfichte 1980 e.V. teilnehmen dürfen. Schießen darf nur der, der noch kein Schützenkönig ist. Die Mitglieder haben die freie Wahl, ob sie bei dem Königsschießen mitmachen oder nicht. Ziel ist es, dass Hölzerne Herz herunter zu schießen. Wenn dieses gelingt der darf sich dann Schützenkönig oder Schützenkönigin nennen und behält diesen Titel für 2 Jahre. Nachdem der Schützenkönig/-in ermittelt wurde zieht sich der Schützenverein in das Festzelt zurück und feiert den neuen König oder die neue Königin.
Flöhatalorakel
Nach dem Schützenfest ist vor dem Königsschießen, so könnte eine fußballerische Redensart auf die bevorstehenden Ereignisse in Hohenfichte umgeschrieben werden.
Kaum ist eine Auflage des aller zwei Jahre organisierten Schützenfestes zu Ende gegangen, können sich unterlegene Teilnehmer bereits auf eine entscheidende Frage für das wieder bevorstehende Spektakel eine Antwort geben: Muss ich mir einen Bart wachsen lassen und wie komme ich zu einem "K" im Namen.
Bart und Buchstabe "K"
Denn seitdem das Armbrustschießen seit 1980 durchgeführt wird, hält eine beeindruckende Serie, derer Kuriosität man sich spätestens nach der vierten und fünften so richtig bewusst wurde.Als das Schützenfest 1980 erstmals organisiert worden ist, gewann mit Bernd Köhler ein Bärtiger und Namensträger "K". Ihn löste nach zwei Jahren Dieter Weiß ab. Der nannte zwei Elemente nicht sein Eigen: Er galt im heutigen Sprachverhältnis der Hohenfichtner als Glattrasierter, weil ohne Haarwuchs im Gesicht und ihm fehlte der elfte Buchstabe im Alphabet. Mit Klaus Köhler stellten sich 1984 das "K" und der Bart wieder ein. Prompt gewann 24 Monate später mit Dietmar Werzner ein Glattrasierter. Als sich schließlich Jürgen Klemm 1988 den Königstitel holte, mehrte sich das scherzhafte Gerücht von einem Orakel im Flöhatal.
Ab jetzt wurden Wetten und Tipps abgegeben, wie wohl die Neuauflage ausgehen würde. 1990 stieg mit Helmut Heinze ein Glattrasierter auf den Thron. In jenem gründete sich die Schützengesellschaft Hohenfichte und wurde zu Cheforganisator des über Kreisgrenzen hinaus bekannten Spektakels. Bis dahin war die Veranstaltung im Rahmen der örtlichen Dorfclubs organisiert worden. 1992 wird Ortsvorsteher Heinze natürlich von Bart- und K-Träger Michael Kesch abgelöst.
Zum 8. eine Frau vorn
Die Gunst der Stunde, keinen Bart tragen zu müssen, nutze 1994 Petra Schönfelder I. Damit schrieb sich mit der achten Veranstaltung erstmals eine Frau als Siegerin des Wettbewerbs ein. Zwei Jahre darauf mussten all jene ihre Hoffnung begraben, die glauben, gut rasiert zum Erfolg zu kommen. Sie hätte der Tradition durchaus Glauben schenken sollen. Denn Klaus Kempe brachte die beiden geforderten Eigenschaften mit. Und siegte.
Diesen Umstand wusste 1998 Roland Giesecke wieder für sich zu nutzen. Der Glattrasierte wurde von seinen Mitstreitern von der Schützenwiese getragen.
Und auch zur 11. Auflage hielt die Regel: Bartträger Thomas Koch wurde der elfte König. In jenem Jahr standen erstmals die Wettermacher weniger auf der Seite der Hohenfichtner. Denn ist hier Brücken-und Schützenfest anberaumt, ist Sonnenschein pur garantiert. Damals begleiteten Regeneinlagen die Entscheidung. Vier Stunden Dramatik unterm hölzernen Vogel erlebten Hunderte Zuschauer. In einem an Spannung kaum zu überbietenden Finale setzte sich Thomas Koch im fünften Durchgang des Königsschießen und bestätigte das ungeschriebene Gesetzt der laut Vereinschef Bernd Köhler "vereinigten Talrepubliken Hohenfichte, Schellenberg und Marbach samt seiner Hauptstadt Leubsdorf".
Weibliche Gegenwehr
Dabei lieferten die Glattrasierten den durch das Flöhatal-Orakel offensichtlich Favorisierten einen erbitterten Widerstand. Allen voran bereiteten ausgerechnet die Frauen um Käthe Kösling, Ursel Brettschneider, Britta Kutzke und Elke Schmieder unter den zwölf Kandidaten des wichtigsten Wettkampfes in der Gemeinde des Herren manche Schrecksekunde. Ihre Pfeile ließen das Objekt der Begierde mächtig wackeln, sogar ein Teilstück des Herzens brachten sie zu Boden. Aber das alles entscheidende Holzstückchen und ein Quäntchen Glück fehlten den Triumph. Dabei hätten die Vorstandsherren einen Damenbart durchaus gelten lassen. Selbst der wieder bestens aufgelegte Vereinschef Bernd Köhler versucht, durch verbalen Psychoterror das Geschehen zu beeinflussen.
Verbale Attacken
Und genau diese verbal-heiteren Attacken machen auch den Charme des Königsschießens auf der Festwiese aus. Glattrasierte wurden vom immer gut gelaunten Chef als Warmduscher abqualifiziert, weniger Treffsicheren machte er mit "ein schöner Schuss, aber eben bissel daneben" weiter Mut. Dem gegenüber motivierte Köhler zum Vergnügen von Zuschauern die K-Männer. Vor allem Arndt Kutzke des gestandenen Tell-Jüngers.
Doch in aussichtsreicher Position fehlte auch dem hoch gehandelten Gärtnermeister die Position Glück. Für einen Kandidaten war sogar ein Spezialspaten herbeigeschafft worden. Gerald Schmieder dürfte damals bei den Schüssen der Frauen gezittert haben. Der hatte nämlich im Vorfeld verkündet, dass er sich eingräbt, wenn das vermeintlich schwächere Geschlecht gewinnt.
Nun kommt Bruno
Die wichtigste Schützenfestentscheidung vollzog sich wie erwartet: Ein Glattrasierter sicherte sich den Königstitel. Michael Richter, eigentlich nur unter den Pseudonym Bruno bekannt, zerschmetterte den Holzvogel mit dem elften Schuss im zweiten Durchgang des Königsschießens. Der seinerzeit 41-Jährige setzte sich gegen zehn Mitbewerber durch, wobei die Zahl der Bärtigen diesmal begrenzt blieb. Getreu dem Flöhatalorakel sahen die für sich diesmal keine Chance. Vor dem Königswettbewerb donnerten 168 Teilnehmer am allgemeinen Vogelschießen in zwei Umläufen den Pfeil auf das Streitobjekt.
Verbale Würze erhielt das Spektakel durch die Moderation von Bernd Köhler. Eine Portion Selbstvertrauen war bei den Schützen gefragt, dann zu fast jeden Kandidaten wusste der Vereinschef ein Sprüchlein zu sagen, was nichts für Schützen mit schwachen Nerven war.
Erst Bus, dann Kutsche
In die Chronik ging der neue Schützenkönig André Bluttner ein, der sich ebenfalls in einem hochdramatischen Finale des Vogelschießens durchsetzte. Kenner der Szene freuten sich mit dem Sieger. Die Tradition das der Buchstabe "K" im Namen aller zwei Jahre eine Rolle spielt, sahen die Einheimischen durchaus gewahrt. Denn der Schützenkönig stammt aus der Familie Kutzke.
Insgesamt zwölf Bewerber um den Thron traten an. Die vermeintlichen Verlierer ohne Bartwuchs zeigten dabei erstklassige Schussleistungen mit der Armbrust und machten es den bevorzugten Konkurrenten schwer. Bluttners Sieg stellt ihn und den Verein vor ein Novum: Der Königsumzug muss neu Organisiert werden. Denn Bluttner ist Braunsdorfer. Und die Regel des Vereins gewährt dem Sieger einen Schützenumzug. Allerdings in der Gemeinde. "Es wird ein PS-getriebener Sonderbus gechartert, mit dem wir André am Ortsausgang seines Heimatortes abholen", erklärt Köhler die Taktik. Am Ortseingang von Hohenfichte werde dann in die obligatorische pferdebespannte Festkutsche umgestiegen.
(Ausschnitt Freie Presse - Flöhaer Zeitung, Donnerstag 27. Juli 2006)
Im 11. -13. Jahrhundert begann flussaufwärts die Besiedelung unseres Heimatgebietes. Es entstanden Rodungssiedlungen und Waldhufendörfer in den Seitentälern der Zschopau und Flöha. (Zopawa und Flawa)
Die heutige Augustusburg - früher Schellenberg - beeinflusste entscheidend die Entwicklung des Landes zwischen der Zschopau und der Flöha auch des Heimatlandes der Metzdorfer und Hohenfichtner am Lohbach, der Harth, der Foldung, des Hirschberges, der großen und kleinen Lößnitz. Über 20 Menschengenerationen lebten in den rund 600 Jahren nach seiner ersten Besiedelung durch fränkische und hessische Bauern, die den undurchdringlichen Miriquidi (finsterer, schwarzer Wald des Ergebirges) rodeten und zu fruchtbarem Ackerund Weideland umgestalteten.
Zeittafel
- 1100 - 1300
- Die Schellenburg (heutige Augustusburg) ein mittelalterliches Raubschloss - eine Bergfeste
- 1200 - 1300
- Große Kolonistenzüge reisen aus Deutschlands Westen nach Osten und besiedeln auch das Erzgebirge
- 1206
- Suellenbero
- 1378
- Meczelstorf wird erstmalig urkundlich erwähnt
- 1400
- erste Erzfunde im Gebirge
- 1551
- erste Ortsnennung: "Hon Fichte"
- 1570 – 1881
- Holzflößerei aus der Flöha von Blumenau bis Falkenau.
- Floßplatz an der heutigen Holzbrücke
- 30.03.1568
- Kurfürst AugustI legt den Grundstein für den Bau der Augustusburg – Hieronymus Lotter aus Geyer wird Schlossbaumeister
- 1575
- Nach 5- Jähriger harten Frontdiensten der Bauern, Handwerker und Frontarbeiter war die Augustusburg erbaut.
- 1602
- Es wird die erste Holzbrücke in Hohenfichte – Metzdorf über die Flöha erbaut. Bis dahin wurde die Furt durch die Flöha an der alten Mühle - an der Stelle der heutigen Baumwollbrücke genutzt.
- 1608
- Gegenüber der Harth entsteht auf den Flöhawiesen ein königliches Lestfischhaus mit 5 Fischteichen
- 1621
- Große Hauptjagt Johann Georg, 700 Bauern mußten Treiber- und Fuhrdienst leisten
- 1662
- Erneuter Brückenbau in Hohenfichte. Durch Eisfahrten bei der Schneeschmelze wurde die alte Brücke zerstört.
- 1680
- Die Holzbrücke muss wiederum gebaut werden. Etwa um diese Zeit spielte die legendäre "Klotz": "Der Zimmermann Walther aus Metzdorf rettete das Königsbarett unter Lebensgefahr aus der Flöha. Er selbst wurde durch einen Balken, den ein Müllerbursche ihm zuwarf, gerettet und erhielt künftig den Namen Klotz und ein steuerfreies Feldgrundstück." Um diese Zeit ist auch das ehemalige Vorwerk - heute VEG - entstanden.
- 1714 und 1732
- Neubauten der Holzbrücke nach Zerstörung durch Eisfahrten
- 1786
- Das Dageförderhaus (Brückenzollhaus) an der Flöha wird erbaut
- 1808
- Das Rittergut wird nach einem Brand wieder aufgebaut
- 1813 – 1815
- Während der Befreiungskriege wird die Holzbrücke durch Brand zerstört
- 1832
- Erfolgt der Neubau unserer heutigen überdachten Holzbrücke
- 1833
- Auf dem Gelände der ehemaligen Mühle wird durch May Hauschild und Pansa die Baumwollspinnerei erbaut
- 1841
- Erste Ortsschule i Gebäude der ehemaligen Fleischerei Kämpfe
- 1869
- Bau der Hetzdorfer Eisenbahnbrücke
- 1879
- Bau der Hohenfichtner Schule
- 1875
- Bau der Eisenbahn Flöha - Reitzenhein
- 1875
- Erste Postanstalt in Hohenfichte
- 1888
- Bau der Kleinbahn Hetzdorf – Hohenfichte – Eppendorf
- 1968
- wurde der Kleinbahnbetrieb eingestellt.
- 1893
- Bau der Hohenfichtner Kirche und Errichtung des Friedhofs
- 1901
- Das Erholungsheim Waldpark wird gebaut.
- 1902
- Bau des Rathauses
- 1908
- Bau der Turnhalle
- 1922
- Eingemeindung von Metzdorf nach Hohenfichte. Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
- 1929 – 1970
- Öffentliches Badehaus an der Flöha
- 1914 – 1918
- Erster Weltkrieg
- 1933 – 1945
- Faschismus und 2. Weltkrieg. Im Mai 1945 befreit die Rote Armee auch Hohenfichte – Metzdorf
- 1945
- Bodenreform, 385 Neubürger erhielten Heimatrecht in Hohenfichte, 5 Neubauern, Gärtner und Häusler erhielten Land
- 1952
- Bau des Sportplatzes
- 1950
- Bau und Errichtung der Volkseigenen Besamungsstation. Nach 1945 entstanden mit über 76 Wohnungseinheiten. 17 Wohnhäuser (Ein- und Mehrfamilienhäuser - Neubauten und über 10 Um- und Ausbauten kamen seit 1975 dazu). In dieser Zeit, 1948, entstand das Naherholungszentrum "Zur Brückenwiese", aus dem ehemaligen Müllund Schuttplatz, wurde ein Festplatz geschaffen. Die Holzbrücke wurde 1976 generalrepariert. Die ehemalige Villa Richter wurde als Kindertagesstätte eingerichtet. Volkseigene Betriebe, wie die VEB Baumwollspinnerei und Zwirnerei, der VEB Vliestextilien Lößnitztal, Werk Hohenfichte, der VEB Parkett- und Holzwaren, das Volkseigene Gut Tierzucht und der VEB Tierzucht Besamungsstation bestimmen mit ihrer Produktiondas Profil der Industrie und Landwirdschaft in der DDR.
- 16.11.1974
- Bildung des Gemeineverbandes "Augustusburg" mir den Orten Augustusburg´- Dittmannsdorf – Erdmannsdorf - Grünberg - Grünhainichen - Hennersdor - Hohenfichte - Marbach und Schellenberg mit 13.370 Einwohnern. Hohenfichte hatte zu dieser Zeit 1200 Einwohner.
Ortsteil Metzdorf
Kleine Agrarsiedlung auf flachem, niedrigen Reidel 193 ha Flur, 4 ehemalige Güter, deren Ländereien auf dem Hang zum Flöhatal oder dehnen der Lößnitztäler liegen.
1378 urkundlich im Staatsarchiv Dresden erstmalig als Meszelsdorf verbürgt. Um 1800 standen etwas 12 Häusleranwesen um die Neumühle, später kamen Arbeitshäuser dazu.
An der Mündung der Lößnitz entstand 1878 die Parkettfabrik H. Schwarz – heute VEB Parkett- und Holzwaren. Von den schönen alten Fachwerkhäusern sind nur noch zwei (Lange – Schmieder) bis heute erhalten geblieben. Auf dem Hofauenfeld des Gutes Kempe entstand nach 1951 die Besamunsstation Hohenfichte.
Die alte Holzbrücke verbindet die beiden Ortsteile Metzdorf mir Hohenfichte. Die von Hetzdorf nach Erdmannsdorf über Metztdorf seit 1888 führende Kleinbahn wurde 1968 eingestellt.
Der Ort Hohenfichte entwickelte sich aus mehreren Siedlungskernen. Wahrscheinlich war die erst Ansiedlung nach 1200 eine Mühle an der Flöha auf dem Gelände der heutigen Baumwollspinnerei.
Hohenfichte liegt 22 km Südöstlich von Chemnitz und 12 km südlich von Flöha am großen Flöhabogen und an der Bahnlinie Chemnitz – Flöha – Marienberg – Reitzenhein. Höhenlage 304 m über NN. Nach Ansiedlung eine Mühle, mehreren Häusler und Bauern, darunter einem Vorwerk - später Rittergut - gehörte Hohenfichte als Amtsdorf 1551 noch zu Augustusburg und geriet danach unter die Grundherrschaft des Rittergutes.
Der Name Hohenfichte bedeutet einen hochgelegenen Ort am Fichtenholz, die hohe Fichte dient als "Wegemarke" und war auch in allen Ortsiegeln enthalten. Durch den Bau der von Hauschild 1833 und Pansa gegründeten Baumwollspinnerei entwickelte sich Hohenfichte zum Industriedorf.


